Individuelle Profilbildung durch praxisorientierte Workshops

Bereits im ersten Semester meines Masterstudiums „Corporate Communication Management“ konnten wir dank einer großen Auswahl an Workshops unsere Kompetenzen und Fähigkeiten in verschiedenen Bereichen stärken. Dabei bekamen wir Unterstützung von Profis wie Volkmar Krämer oder Dr. Daniel Biedermann.

Interviewtraining und Texten für Unternehmensmedien

Die Auswahl der Workshops war groß. Einige von den Angeboten nahm ich bereits in meinem Bachelorstudium wahr, weshalb ich mich im Master für das Interviewtraining und dem Texten speziell für Unternehmensmedien entschied. Der damaligen Leiter des Pressebereichs beim Stuttgarter Flughafen, Volkmar Krämer, leitete beide Workshops.

An jeweils zwei halben Tagen analysierten wir gelungene und weniger gut gelungene Kommunikationsbeispiele aus der Praxis. Zudem lernten wir, die richtigen Worte für diverse Medien zu finden, und worauf wir beim Interview mit einem Journalisten achten sollten.

Design Thinking in Kooperation mit Daimler

Im Modulfach „Trends, Foresight and Innovation“ führten wir gemeinsam mit Daimler und Code_n ein Design Thinking Projekt durch. Beim Design Thinking kommt es drauf an, schnell das Problem seines Kunden zu erfassen und genauso schnell Lösungen dafür zu entwickeln. Insgesamt durchliefen wir den Design Thinking Prozess in vier langen, aber spannenden Tagen.

Zunächst erhielten wir einen Einblick ins Design Thinking an sich, anschließend erhielten wir unsere Aufgabenstellung: „Wie können wir die Kommunikation zwischen Start-Ups und Corporates verbessern?“ Diese Frage galt es zunächst, für uns selbst zu interpretieren. Anschließend entwickelten wir einen Fragebogen in Form eines Leitfadens. Dieser sollte uns am zweiten Projekttag dabei helfen, herauszufinden, „wo der Schuh“ bei beiden Seiten drückt.

Direkt vor Ort bei Daimler fanden dann unsere Interviews mit beiden Seiten statt: den Start-Ups und den Corporates. Mit viel Input ging es dann an die Entwicklung von Personas und den ersten Ideenfindungen. Dass alles unter Zeitdruck. Zunächst mochte keiner von uns Daniels Stoppuhr, doch im Nachhinein wurde uns allen klar, dass die kreativsten Ideen spontan entstehen. Nachdem wir in unserem Team genug Ideen gesammelt hatten, durfte jeder Punkte an seine Favoriten vergeben. Im Anschluss hatten wir drei Lösungen, die wir außerhalb der Kontaktzeit mit Daniel ausarbeiteten.

Der nächste Schritt war schließlich, jede unserer drei Ideen innerhalb von wenigen Minuten kreativ vorzustellen: wir nutzten sowohl PowerPoint als auch ein Schauspiel. Anschließend standen wir unseren beiden Kundenseiten für Fragen bereit. Es kristallisierte sich schnell ein Favorit bei den Start-Ups und Corporates heraus. Der letzte Schritt bestand im Anschluss darin, diese Lösung noch detaillierter auszuarbeiten und in einem letzten Meeting vorzustellen. Wirklich jedes Team hatte andere Ideen und schlussendlich eine andere finale Lösung für das Kommunikationsproblem zwischen Start-Ups und Corporates.

Was ich während der Projektzeiten erfahren durfte

Dass aufgrund kreativer Ideenfindungsansätze auch wirklich kreative Ideen entstehen können! Der Design Thinking Ansatz ist in meinen Augen ein sehr guter, um in kurzer Zeit kreative Ideen zu entwickeln.

Dennoch drückte während und auch nach dem Design Thinking Projekt mein persönlicher Schuh ganz woanders, nämlich bei der Teamarbeit an sich…

Man sollte meinen, dass der Design Thinking Ansatz Reibereien im Team entgegenwirkt, da zu Beginn demokratisch die besten Ideen ausgewählt werden und es danach die Entscheidung des Kunden ist, welche Idee er ausgereifter sehen möchte. Dass es dabei dazu kommen kann, dass nicht unbedingt die Lieblingsidee von einem persönlich ausgewählt wird, ist natürlich klar. Dennoch muss man professionell bleiben und dem Wunsch des Kunden entgegenkommen. Leider gab es im Prozess der finalen Ideenentwicklung und der Art der Präsentation dieser immer wieder Reibereien mit einer Person in unserem Team. Diese war sozusagen Ideenfinder unserer Lösung, weshalb sie sich vom Team wenig reinreden lassen wollte. Es war natürlich nicht Sinn der Sache, dass diese Person allein über alles entschied, da wir schließlich immer noch ein Team waren. Jedoch konnte diese Person keine einzige Entscheidung der Mehrheit akzeptieren, die nicht ihren Vorstellungen entsprach. Am Ende muss ich sagen, war ich froh, als die Teamarbeit mit dieser Person beendet war, denn ich habe nicht damit gerechnet, in meinem Masterstudium jemanden zu begegnen, der bei Diskussionen persönlich wird.

Bildquelle Beitragsbild:

https://npsig.wordpress.com/2017/06/13/design-thinking/

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